Forschungszentrum Jülich

Ausschreibung eines Praktikums / Masterarbeit

Titel: „Erosionsverhalten von Yttrium-Aluminium-Granaten (YAG) in Kontakt mit reaktiven Ätzplasmen“

Inhalt

Keramiken auf der Basis von Yttrium-Aluminium-Granaten (YAG) werden in der Halbleiterindustrie in Kontakt mit reaktiven Ätzplasmen eingesetzt, z.B. als Trägerstrukturen für Si-Waver. Während des Ätzprozesses kommt es zu physikalischen und chemischen Wechselwirkungen zwischen dem reaktiven Plasma und der YAG-Oberfläche, deren Ausprägung die Standzeit der Bauteile bestimmt. Eine genaue Kenntnis der vorliegenden Erosionsmechanismen ist die Grundlage, um die Lebensdauer solcher Komponenten gezielt zu verbessern. Hierbei spielen unterschiedliche Faktoren wie der Anteil von unerwünschten Nebenphasen und die mikrostrukturellen Eigenschaften eine tragende Rolle.

Deshalb sollen im Rahmen des ausgeschriebenen Praktikums / Masterarbeit, die im Auftrag eines Industrieunternehmens durchgeführt wird, YAG Keramiken mit Hilfe des feldunterstützen Sinterns (FAST/SPS) hergestellt werden. Diese neuartige Sintertechnologie ermöglicht die gezielte Fertigung von Bauteilen mit maßgeschneiderten Mikrostruktureigenschaften sowie hohen relativen Dichten. Die so prozessierten Materialien werden nachfolgend von Kooperationspartnern an der Ruhr Universität Bochum (RUB) einem reaktiven Ätzplasma ausgesetzt, was eine Bewertung der Erosionsbeständigkeit sowie der Haupteinflussfaktoren ermöglicht.

Ziel des ausgeschriebenen Praktikum / Masterarbeit ist es, eine ganzheitliche Betrachtungsweise der Erosionsbeständigkeit von YAG Keramiken zu erarbeiten. Hierbei steht der Einfluss von Prozess- und Mikrostruktureigenschaften auf den aktiven Erosionsprozess im Zentrum des Interesses.

Aufgabenstellung

  • Herstellung von YAG-Keramiken über das feldunterstützte Sintern
  • Vorbereitung der Proben für Plasmaätz-Versuche an der Ruhr-Universität Bochum
  • Umfassende Nachuntersuchung der Proben nach der Plasmabehandlung, u.a. hinsichtlich mikrostruktureller Änderungen
  • Ermittlung des Zusammenhangs zwischen Herstellungsparametern, Plasmaätz-Bedingungen und Erosionsphänomenen

Ihr Profil

  • Studium z.B. Werkstoff-/Materialwissenschaften, angewandte Physik, anorganische Chemie, Maschinenbau o.ä.
  • Kenntnisse in der Werkstoffsynthese und Laborarbeit
  • Eigenständiges Arbeiten
  • Kenntnis der englischen Sprache

Unser Angebot

  • Mitarbeit in einem Industrieprojekt mit zukunftsorientierter Themenstellung
  • Ein hochmotiviertes, interdisziplinäres Arbeitsumfeld am Forschungszentrum Jülich, einer der größten Forschungseinrichtungen in Europa
  • Professionelle Unterstützung durch qualifizierte Betreuer
  • 6-monatige Anstellung als studentische Hilfskraft

Bitte richten Sie Ihre Bewerbungen per e-mail an:

apl. Prof. Dr. Martin Bram
Forschungszentrum Jülich, IEK-1
m.bram@fz-juelich.de https://www.fz-juelich.de/iek/iek-1/DE/Home/home_node.html

Um sich für diesen Job zu bewerben, sende deine Unterlagen per E-Mail an m.bram@fz-juelich.de